Welche Berge
sehen wir
vor dem Fenster?

Einige Gipfel und Bergmassive erkennt man direkt – den Glärnisch mit der charakteristischen Abbruchkante an der Ostseite, die davor liegenden niedrigeren Gipfel um den Wägitalersee herum, oder auch den Tödi mit seiner markanten Gletscherhaube.

Aber was liegt denn alles dazwischen? Hier ist ein Versuch, die einzelnen Gipfel auf einem Panoramafoto zuzuweisen, und schliesslich auf einer Karte zu verorten.

Panorama-Bild

Alle Berggipfel auf einen Blick, klassisch beschriftet wie auf dem Panorama-Tableau beim Aussichtsturm.

PDF-Download

Alle anderen Ansichten kombiniert als Version zum ausdrucken.

2D-Karte

Alle Gipfel aus der Vogelperspektive, als interaktive Karte. Die Farben der Marker und Strahlen geben die ungefähre Höhe an.

3D-Animation

Die Rohdaten können hier als KML-Datei heruntergeladen werden, und lassen sich zum Beispiel über Google Earth visualisieren. In der Web-Variante kann man die Datei dazu in der Seitenleiste unter “Projekte”, “Neues Projekt” hinzufügen.

Das sieht dann in etwa so aus (hier als Video):

Making-of: Mapping

Alles beginnt mit einem Panorama, erstellt aus 32 Einzelbildern aufgenommen an einem extrem klaren Wintertag mit 220 mm Brennweite. Dank der frostigen Temperaturen und einer Hochdrucklage war die Luft sehr trocken, wodurch eine wunderbare Weitsicht gegeben war.

Einige Gipfel und Bergflanken sind sehr markant, womit die Zuordnung leicht fällt. Schwieriger wird danach aber die Identifikation der dazwischen liegenden Gipfel: Durch die perspektivische Projektion werden tatsächliche Abstände stark verzerrt, und Berge sehen bekanntlich auch aus allen Richtungen anders aus. Hinzu kommt eine Entstellung der Höhen durch die Erdkrümmung. So können sehr hohe, aber weit entfernte Berge auch einmal deutlich niedriger wirken als tiefere, dafür aber nähere Berge.

Hier hilft es, Winkel zu messen: Jeder horizontale Abstand im equirektangulären Panorama ist proportional zu der Differenz der Winkelabweichungen von der optischen Achse. Dadurch lässt sich der Strahl von der Kamera in die Ferne auf einer Karte einzeichnen, und durch das Ausschlussverfahren der zugehörige Berggipfel zuordnen. Durch dieses Verfahren wurden nach und nach alle Berggipfel auf der Karte verortet, und mit einem Marker versehen.

Die Daten lassen sich unten in verschiedenen Formaten herunterladen. Der höchste von uns aus sichtbare Berg ist mit 3613 m der Tödi (Westgipfel Piz Russein). In der Vogelperspektive fällt aber auch prominent ein Keil in der Mitte auf, der dem Sichtschatten des SBB-Hochhauses am Bahnhof Wollishofen geschuldet ist.

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